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Wissenswertes zur Untergrundvorbehandlung

Bei neuem Holz ist keine Vorbehandlung notwendig. Jedoch muss berücksichtigt werden, dass unter neuem Holz auch wirklich neues, unbewittertes Holz zu verstehen ist.
War das Holz bereits der Witterung ausgesetzt, findet schon nach kurzer Zeit ein Ligninabbau statt.
Das Holz ist nicht mehr zu 100 % tragfähig und die Anhaftung von Anstrichen wird nachteilig beeinflusst. 

Eventuelle Verschmutzungen mit Schleifpapier Körnung P 80 – P 120 entfernen, Holzflächen abstauben und das saubere, trockene Holz möglichst allseitig grundieren mit JOTUN TREGRUNNING KLAR (lösemittelhaltig) oder mit VISIR OLJEGRUNNING PIGMENTERT (beige pigmentiert, wasserbasierend), hierbei auch die Hirnholzflächen (Schnittflächen) bis zur Sättigung nass in nass mehrmals grundieren.
Hirnholzflächen haben ein bis zu 200-fach höheres Saugvermögen als die Fläche und sollten daher stets satt bis zur Sättigung bearbeitet werden.

Eine umgehende Grundierung ist von großer Bedeutung, da bereits nach wenigen Tagen der Abwitterungsprozess des Holzes durch die UV- und Feuchtigkeitsbelastung beginnt

Praxistipps zur Verarbeitung

1. Untergrundvorbehandlung

Alle Oberflächen müssen tragfähig, sauber, trocken und fettfrei sein. Scharfe Kanten runden, hierzu BFS-Merkblatt Nr. 18 beachten. Pilzbefallene Oberflächen müssen desinfizierend gereinigt werden (z.B. JOTUN KRAFTVASK / JOTUN SOPP-OG ALGEDREPER).

Neues Holz / Erstbeschichtung: gehobelte, verdichtete Flächen anschleifen und säubern, bereits bewitterte neue Flächen schleifen und säubern. Renovierung / mit Altbeschichtung: Lose, verwitterte und vergraute Holzteile sowie Altanstriche bis auf tragfähigen Grund entfernen/abschleifen. Tragfähige Altanstriche anschleifen und abstauben.

2. Grundierung

Neues Holz muss generell iprägniert werden. Mit den JOTUN Grundierungen  JOTUN TREGRUNNING KLAR  (lösemittelhaltig) oder VISIR OLJEGRUNNING PIGMENTERT (wasserbasierend) erzielst du gleichzeitig einen Schutz gegen Bläue, Fäulnis und Pilzbefall. Bei Renovierungen müssen rohe und saugende Holzflächen sorgfältig grundiert werden.
Das Saugverhalten kannst du leicht durch eine Benetzungsprobe mit Wasser feststellen. Träufel hierzu Wasser auf die geschliffene, vorbereitete Fläche. Breitet sich die Feuchtigkeit schnell aus, ist eine Grundierung notwendig, um das Saugverhalten zu egalisieren. Hierzu verwendest du JOTUN TREGRUNNING KLAR (lösemittelhaltig) oder VISIR OLJEGRUNNING PIGMENTERT (wasserbasierend). Dabei auch die Hirnholzflächen (Schnittflächen) satt nass-in-nass mehrmals grundieren, sowie eventuell vorhandene Risse im Holz ebenfalls satt ausgrundieren.
Die Grundierung darf auf der Oberfläche keinen dickschichtigen Film bilden.

Nach dem Grundieren die Flächen vor einer Weiterbearbeitung mindestens 24 Stunden trocknen lassen! Niedrige Lufttemperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit verlängern die Trocknung. Die Grundierung sollte sich vor einer Überarbeitung nicht mehr klebrig anfühlen. Spachtelarbeiten an Holzflächen im Außenbereich sollten nicht ausgeführt werden.
Beim Fachwerk werden breitere Risse, meist waagerecht, in denen sich Feuchtigkeit einlagern kann, mit artgleichem Holz ausgespant.

2.2. zusätzlich Absperren

Zum Absperren von Nikotin, Ruß, Lignin; Astlöchern und verfärbenden Altanstrichen streiche JOTUN KVIST-OG SPERREGRUNNING zweimal auf die vorbereitete Fläche (ca. 120 µm/Anstrich).
Zwischen den beiden Anstrichen mindestens 12 Stunden Trockenzeit einhalten.

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